| Rainer Weber, Bonner Rundschau August 2000, über das Konzert auf dem Festival Bonner Jazz-Weekend |
| Das Quartett um den Pianisten Joachim Kühn und die Gruppe "sublim" |
| Altmeister und Newcomer in der Harmonie |
| Bonn. Ein großer Coup glückte dem Jazz-Zirkel am vierten Tag des Bonner Jazz- Weekends, an dem gleich zwei Mal moderner Jazz höchster Güte zu hören war: zum Ersten das Quartett "sublim" der Newcomerin Angelika Niescier und zum Zweiten das extra für dieses Konzert zusammengestellte Quartett mit Joachim Kühn. Daniel Humair, Ali Haurand und Gerd Dudek. Der Nachteil solcher Doppelkonzerte liegt in der Kürze, die den Bands für ihre Musik bleibt. Und bei solch herrlichen Musikern ist der Zuhörer hin und her gerissen zwischen der Vorferude auf die kommende Band und dem Wunsch, noch mehr von denen zu hören, die gerade von der Bühne müssen (...) Das war schon ein großartiger zweiter Set, aber die eigentliche Überraschung war die junge Saxophonistin Angelika Niescier. So fantasievoll und eigenwillig die Kompositionen waren, so überzeugend und begeisternd ist ihre Sprache auf dem Saxofon, die auf hervorragender Technik begründet und vor subtilem Witz überläuft. Für ihr Quartett "sublim" hat sie den Kölner Ausnahmepianisten Hans Lüdemann gewonnen, dessen polyrhythmische Tongeflechte eine ideale Ergänzung bilden. Bassist Sebastian Räther und Schlagzeuger Christoph Hillmann sind ebenso junge wie hervorragende Musiker, die mit unkonventionellen Ideen Niesciers Kompositionen Leben einhauchen. Die bunte, faszinierende Welt von "sublim" wollte man dann auch nur schweren Herzens verlassen. |